Skip to main content

Gwent: Closed Beta Test – The Witcher Kartenspiel angezockt – Mit Anfänger-Tipps

Schon etwas länger ist Gwent, dass allseits beliebte Kartenspiel aus The Witcher in der Closed Beta Phase. Nun haben wir uns erstmals zu einem Test des kostenlosen Kartenspiels Gwent hinreißen lassen und verraten, wie uns der Start ins Kartensammelspiel von CD Projekt Red gefallen hat und wie sich Gwent im Vergleich zum großen Konkurrenten Hearthstone von Blizzard Entertainment schlägt.

gwent-closed-beta-test-002-teaser-bild
Gwent
 
Details

Vor dem Gwent Test: GoG Galaxy

Um Gwent spielen zu können, ist es zuvor nötig, einen Account auf GoG.com anzulegen, der Spielevertriebsplattform des polnischen Entwicklers und Publishers CD Project Red – vergleichbar mit Steam von Valve.

gwent-closed-beta-test-001-gog-galaxy-client

Der GOG Galaxy Client – nach einer Überarbeitung noch nutzerfreundlicher.

Nach der Registrierung und Eingabe des Beta-Keys kann Gwent bzw. die aktuell etwas mehr als 2,3 Gigabyte große Gwent Closed Beta heruntergeladen werden. Dazu benötigt man den Client GoG Galaxy, der ebenfalls wie der Steam-Client funktioniert und über den sich eigene Spiele, Downloads managen und Käufe neuer Spiele tätigen lassen.

Fokus des Gwent Closed Beta-Tests

Mit Erfahrungen in anderen Trading Card Games (TCGs) wie Magic, Hex aber vor allem Herthstone: Heroes of Warcraft seit der Beta, liegt der Fokus in diesem ersten Test von Gwent auf dem Einstieg.

Wie gut wird man in das Regelwerk von Gwent (mal so getan, als würde man sie noch nicht aus der Witcher-Trilogie kennen) eingeführt, wie läuft das Tutorial, wie groß ist der Suchtfaktor beim Kartensammeln und vor allem: hat man nach den ersten 10 Stunden richtig Bock, weiter Gwent zu zocken?  Das Balancing und die Vielfalt der Karten sowie die Frage, ob Gwent eher etwas für Anfänger oder Profis ist, spielt in diesem Vor-Test noch keine Rolle – immerhin handelt es sich nicht um die Gwent Release-Version.

Kennst du schon alle The Witcher Romane?
  • Die Videospiele von The Witcher rund um Hexer Gerald von Riva basieren auf Romanen des polnischen Autors Andrzej Sapkowski.
  • Die Urvorlage für die Videospiel-Saga Wiedźmin (zu Deutsch: der Hexer, englisch: The Witcher) wurde nie ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht.
  • Jahreszahlen in der folgenden Tabelle entsprechen der deutschen Erstausgabe. Die polnischen Witcher-Romane sind teils Jahre vorher erschienen.
  • Bei „Etwas endet, etwas beginnt“, handelt es sich um eine Sammlung mehrerer Kurzgeshcichten, von denen nur ein paar Bezug zu Geralt haben und inhaltlich von den fünf Romanen der Geralt-Saga abweichen.
  • Die Witcher Romane -von links nach Rechts in chronologischer Reihenfolge, sind als Taschenbuch, gebundene Ausgabe und teils auch als Kindle-Versionen bei Amazon direkt über die einzelnen Links bestellbar.

Der Anfang – Das Tutorial von Gwent

Kein Kartensammelspiel ohne Tutorial, der Einführung in die wichtigsten Regeln und Funktionen des Spiels. Das Tutorial in Gwent startet direkt nach dem ersten Einloggen ins Spiel und zeigt schnörkellos, worauf es ankommt.  Kein großes Tam Tam, keine aufwändigen Videos, nur kleine Infokästchen weisen den Spieler darauf hin, worauf es gerade im Gwent-Tutorial ankommt.

gwent-closed-beta-test-004-tutorial-tipp-spiel

In kleinen Kästchen wird im Gwent Tutorial präzise das notwendige Gameplay-Wissen vermittelt.

Nachdem man die Basics von Gwent an die Hand bekommen hat, kann man sich die anderen Features, wie den Shop zum Kaufen von Kartenfässchen (Bezeichnung der Kartenpacks in Gwent) oder die Kartensammlung zum Erstellen von Decks noch im Tutorial-Modus anschauen, um erste Kartenfässchen einzusacken. Dabei lernt man recht schnell: hier macht Gwent nicht viel anders, als die Konkurrenz.

  • Toller Unterschied zu Hearthstone: in Gwent kann man beim Öffnen der Kartenfässchen 4 Karten umdrehen und danach aus drei hochwertigeren (selten, episch oder legendär) Karten eine wählen. Die gewählte Karte wird dann ins Deck übernommen, während die anderen zerstört werden. So hat man Einfluss darauf, wie schnell man einen Deck-Typus zusammenstellen kann, weil man nicht komplett auf den Zufall angewiesen ist und ggf. Karten erhält, die man eh schon in seiner Sammlung hat.

Überzählige Karten kann man in Gwent mahlen, um Scraps zu gewinnen (vergleichbar mit Arkanstaub in Hearthstone).

gwent-closed-beta-test-005-scraps-x15

Scraps dienen in Gwent zur Herstellung von Karten. Man erhält sie auf verschiedenen Wegen.

Mit Scraps (auf Deutsch so viel wie Schrott oder Wertstoffe) ist jede Karte in Gwent auch herstellen, falls man kein Glück beim Öffnen von Kartenpacks hat. Scraps erhält man auch, in dem man Mehrspielerpartien gewinnt.

Gwent oder Gwint – wie heißt das Kartenspiel nun?

Vielfach entfachen sich Diskussionen darüber, ob nun Gwent oder Gwint die korrekte Bezeichnung für das The Witcher Kartenspiel ist.

Die ursprüngliche Bezeichnung für das Kartenspiel im Polnischen lautet Gwint. Dementsprechend ist auch in der deutschen Übersetzung von The Witcher 1 und 2 die Bezeichnung für das Kartenspiel, was Gerald so gerne mit anderen wagt, Gwint.

In Der englischen Übersetzung von The Witcher 3 wird sowohl Gwint, als auch Gwent simultan und synonym verwendet.

  • Doch wie man es auch dreht und wendet, die korrekte Bezeichnung für das ausgekoppelte Sammelkartenspiel von CD Projekt lautet Gwent!

Wenn du statt Gwent Gwint sagst, wird dich aber sicher auch jeder verstehen – zumindest, wenn er mit dem The Withcer-Universum vertraut ist ?

Auf ins Gwent Mehrspieler-Duell

Bevor man ab Stufe 10 Ranglisten-Spiele in Gwent erledigen darf, muss man sich erstmal in Fun-Duellen, dem Freien Spiel, gegnerischen Spielern stellen.

gwent-closed-beta-test-006-mehrspieler-vs-match

Kommt ein Gwent-Mehrspieler-Duell zustande, sieht man den Rang des Gegners, die Fraktion und die gewählten Anführer-Karte

Das Matchmaking von Gwent sorgt dafür, dass einem immer Gegner zugelost werden, die einen ähnlich hohen Rang bekleiden. Im Test merkte man auch deutlich, dass zu Beginn die Fähigkeiten und Decks der Gegner dem Eigenen Niveau entsprechen. Ein paar Level später wurden die Duelle schon wesentlich taktischer und die Kartenvielfalt nahm zu. Das Matchmaking von Gwent soll in früheren Beta Versionen noch so seine Tücken gehabt haben – davon war bei uns nichts mehr zu spüren. Bei uns hat das Matchmaking gut funktioniert.

So gestaltet sich ein Gwent Match

Ein Gwent Match wird mit einem Deck gespielt, welches mindestens 25 bis maximal 40 Karten enthalten darf. Ein Gwent Spiel geht – anders als eine Partie Hearthstone oder Magic – über 2 bis 3 Runden. Man muss als Spieler 2 Runden Gwent gewinnen, um das Duell für sich zu entscheiden. Als gewonnen gilt in Gwent eine Runde, wenn ein Spieler mehr Stärkepunkte auf seinen Karten besitzt.

Vor dem Spiel erhält man in Gwent die 10 Karten der Starthand angezeigt und kann 3 Mal hintereinander je eine Karte austauschen.

gwent-closed-beta-test-006-starthand-3-karten-neu-ziehen

Die Starthand in Gwent. Man 3 aus 10 zufällig aus dem Deck gezogenen Karten austauschen, muss es aber nicht.

Anschließend beginnt das Gwent-Duell. Per Zufall wird entschieden, welcher Spieler beginnt. Eine Ausnahme stellt der Scoia’Tael Klassen-Bonus dar, bei dem man zu Beginn jeder Runde auswählen kann, welcher Spieler die Runde beginnen soll.

Jede einzelne Runde in Gwent dauert solange, bis ein Spieler passt oder die Karten in Hand erschöpft sind.

Eine Runde Gwent kann auch unentschieden ausgehen. Im Fall eines Remis wird die Runde für beide Spieler als Sieg gewertet. Dies bedeutet: sollte man in Gwent die erste Runde gewinnen und die zweite Runde unentschieden spielen, hätte man den Gesamtsieg davongetragen. Wie es sich theoretisch verhält, wenn in Gwent zwei Runden unentschieden ausgehen, konnten wir leider nicht testen.

gwent-closed-beta-test-007-gewonnen-punktebildschirm

Gewonnen! Der Punktebildschirm von Gwent am Ende eines Duells.

Um in Gwent erfolgreich zu sein, muss man sehr taktisch vorgehen und ggf. auch mal eine Runde verloren geben. Es gibt auch Fähigkeiten (Monster-Karten-Sets) bzw. Karteneffekte (Adrinalinrausch) in Gwen, die es Spielern ermöglichen, dass eine Dienerkarte nach einer Runde auf dem Feld bleibt. So startet man schon mit ihrer Stärke in die Folgerunde.

Taktik und Strategie in Gwent

In Gwent besteht das Spielfeld aus drei Reihen: Nahkampf, Fernkampf und Belagerung. Jede Dienerkarte kann nur in einer dieser Reihen ausgespielt werden. Die Stärke aller Diener pro Reihe wird zusammengezählt und mit den beiden anderen Reihen addiert, um die Gesamtstärke zu ermitteln.

gwent-closed-beta-test-008-diener-reihen-nahkampf-fernkampf-belagerung

Die Diener-Reihen in Gwent: Nahkampf, Fernkampf und Belagerung. Die Stärkewerte einer Reihe werden addiert. Hier schwächt ein Kälteeffekt die untere Nahkampfreihe. Die Diener des Gegners sind gegen Wettereinflüsse immun.

In welcher Reihe ein Diener steht, spielt bei bestimmten Karteneffekten eine große Rolle, wie etwa dem Herbeirufen von Nebel in der Fernkampf-Reihe, welcher die Stärke aller nicht goldenen Diener auf 1 setzt, wenn sie nicht immun gegen Wettereffekte sind. Gleichzeitig können andere – im besten Fall eigene Karten – vom Nebeleffekt profitieren.

Die Witcher Trilogie - muss man gespielt haben!

In der Gwent Beta-Test-Version, die wir in Augenschein nahmen, waren bereits 5 verschiedene Fraktionen vertreten. Uns hat überrascht, wie sehr sich die Taktiken und Karten der Fraktionen unterschieden und wie groß der Druck war, in jeder Parte sich auf die Eigenheiten der gegnerischen Fraktionen und deren Anführer einzustellen.

Die Fraktionen in Gwent

gwent-closed-beta-test-009-fraktionen-skellige-noerdliche-koenigreiche-monster-scoiatel-nilfgard

Die 5 Fraktionen in der Gwent Beta verfügen jeweils über einen speziellen Fraktionsbonus, der sich stark auf die Deck-Taktiken auswirkt.

  • Nördliche Königreiche Fraktionsbonus: Erhöht die Stärke jeder Goldeinheit, die auf deiner Seite erscheint, um 2.
  • Monster Fraktionsbonus: Behalte bei jedem Rundenende die letzte aus deienr Hand ausgespielte loyale neutrale oder Monstereinheit, die keine Goldeinheit, nicht kurzlebig und nicht zäh ist, auf dem Schlachtfeld.
  • Nilfgaard Fraktionsbonus: Sobald du zu Beginn der 2. Und 3. Runde Karten gezogen hast, ziehe bis zu 1 Karte in deiner Hand erneut.
  • Skellige Fraktionsbonus: Erhöhe zu Beginn der zweiten und dritten Runde die Basisstärke jeder Nicht-Goldeinheit auf deiner Hand sowie in deinem Deck und Friedhof um 1.
  • Scoia’tael Fraktionsbonus: Wähle einmal pro Spiel, wer eine Runde beginnt.

Mehr Strategie und Taktik steckt in Gwent – wobei Der „Luck-Faktor“ gelegentlich auch entscheidet. Die Mischung aus den 2 zu gewinnenden Runden, den 3 Kampfreihen, den Gold-, Silber, Bronze- und Anführer-Karten sowie den Fraktionseigenschaften hat uns sehr gut gefallen. Die Mischung verspricht Gwent-Kämpfe, bei denen eine viel ausgeklügelter Deck-Strategie als bei Hearthstone benötigt wird, wobei taktische Raffinessen der Gesamtstrategie von Runde zu Runde variieren können.

Die Karten in Gwent

Karten gibt es in Gwent natürlich – wie in anderen Kartensammelspielen auch – in verschiedenen Seltenheitsstufen von gewöhnlich über selten über episch bis legendär. Zusätzlich gibt es noch eine weitere Unterteilung der Karten in Gwent von Bronze, Silber, Gold und Anführer.

gwent-closed-beta-test-010-ciri-sprint-legendaere-karte-infos

Die legendäre Gwent-Karte Ciri: Sprint- auch dieser Witcher-Charakter taucht im Sammelkartenspiel auf.

Weniger seltene Karten gehören dabei in Gwent genauso zu einem guten Deck, wie seltene, epische oder Sonderkarten (Meist Effekt-Karten wie Wetter, Tränke, etc.). Die Mischung macht’s.

  • Einen viel höheren taktischen Stellenwert – haben wir in unserem Gwent Test herausgefunden – haben die Eigenschaften Gold, Silber, Bronze oder Anführer.

Jede Fraktion verfügt über eine Standard-Anführerkarte. Weitere müssen mit Scraps hergestellt oder in Gwent Kartenpacks gefunden werden. Die Anführerkarte hat man immer zu Beginn einer Partie Gwent zusätzlich zu den 10 Starthandkarten auf der Hand. Sie kann jedoch nur einmal pro Partei (nicht pro Runde!) eingesetzt erden. Anführerkarten besitzen immer spezielle Fähigkeiten, die oft von großer Bedeutung für die taktische Ausrichtung des Decks sind.

gwent-closed-beta-test-012-crach-an-craite-anfuehrer-karte

Crach an Craite: Eine Anführerkarte der Gwent Fraktion Skellige.

Gold Karten kann man nur vier in seinem Deck haben, je eine für jede Kampfreihe (Nahkampf, Fernkampf, Belagerung) und eine Sonderkarte. Goldkarten können von sehr vielen Effekten anderer Karten nicht beeinflusst werden.

Insgesamt 6 Silberkarten darf ein Gwent-Deck beinhalten. Wie bei goldenen Karten auch gilt jedoch: keine Doppelt

Bronzekarten sind in Gwent die Karten, die hauptsächlich zum Einsatz kommen und auf die auch die die meisten Effekte anderer Karten – wie Verstärkungen oder Abschwächungen oder Schadenszauber – Auswirkungen haben. Man darf so viele Bronzekarten in ein Gwent Deck aufnehmen, bis das Limit erreicht ist, maximal jedoch 3 gleiche.

gwent-closed-beta-test-011-karten-sammlung-in-gwent

Die Kartensammlung in Gwent. Hier lassen sich bequem alle Karten mit Filtern ordnen, überzählige zu Scraps mahlen und neue Karten erstellen.

In unserem Test konnten wir uns sehr schnell mit den Eigenschaften der Karten in Gwent vertraut machen und auch das Seltenheitssystem war weitgehend verständlich. Lediglich mit der Ausnahmerolle der Goldkarten in Gwent mussten wir uns erst anfreunden. Spätestens nach dem dritten Effekt, der im Nichts verpuffte, anstatt den gegnerischen Gerald (eine Goldkarte, die man zu Beginn in Gwent schon in seiner Kartensammlung hat) stark zuzusetzen, wussten wir dann, wie der Haase läuft.

  • Auch die Grafiken der Karten in Gwent und die deutschen Audiokommentare der Charaktere darauf haben uns gut gefallen und uns an The Witcher 3, 2 und natürlich 1 mit Freude zurückdenken lassen.

Belohnungen in Gwent

Das Belohnungssystem in Gwent hat uns gut gefallen. Man muss pro Tag 6 Runden gewinnen, um 100 Erz zu bekommen, was einem Kartenpack entspricht, welches man sich davon im Shop kaufen kann.

gwent-closed-beta-test-014-belohnungsstufe-abgeshclossen-100x-erz

100 Erz bekommt man für 6 gewonnene Runden Gwent. Das reicht für 1 Kartenfass.

Da man in jeder Partie – selbst wenn man hoffnungslos unterlegen ist – mindestens eine Runde gewinnen kann, bekommt man sein Pack in adäquater Zeit zusammen. So können sich auch Gelegenheitsspieler in Gwent relativ zuverlässig Karten erspielen.

gwent-closed-beta-test-013-belohnung-15x-erz

Auch Kleinvieh macht Mist: 15 Erz gibt es hier breits für 2 gewonnene Runden Gwent.

Zusätzlich gibt es nach ein paar gewonnenen Runden Gwent auch noch immer ein paar kleinere Belohnungen in Form von ein paar Erz, Scraps oder sogar Gwent Spielkarten.

Vielspieler können sich noch etwas mehr Erz pro Tag dazuverdienen. Doch dazu müssen sie dann schon 12 Runden gewinnen für 75 Erz oder anschließend sogar 24 für 50 Erz.

GG: Hat man im Kampf gegen den Gegner alles gegeben und gut gespielt, so kann dieser – auch bei einer Niederlage – den Einsatz des Kontrahenten honorieren, indem er ihm ein „gutes Spiel“ attestiert.

gwent-closed-beta-test-015-gutes-spiel-gg

Dafür erhält der Gegner dann eine Handvoll Scraps extra.  In unserem ersten Gwent Test hat übrigens bis auf eine Ausnahme jeder Spieler ein gutes Spiel gewünscht nach Beendigung der Partie. Ob diese nette Geste auch nach dem offiziellen Release von Gwent in dem Maße anhält? Nicht zu erwarten, jedoch wünschenswert.

Ist Gwent ein Pay2Win Game?

Oftmals – besonders beim populärsten Gwent-Konkurrenten Hearthstone – ist davon zu lesen, dass Spieler in Kommentaren behaupten, je mehr Geld man investiert, umso höher sind die Siegchancen. Sie unterstellen dem Spiel ein Pay2Win-game zu sein. Wie sieht das bei Gwent aus: Ist Gwent ein Pay2WinGame?

Klare Antwort: Nein, Gwent ist nicht Pay2Win – und Hearthstone ist es übrigens ebenso wenig.

Man hat in Gwent zu Beginn natürlich einen Kartennachteil, will man sich keine Kartenpacks für echtes Geld kaufen, sondern sie sich erspielen. Man zahlt also mit Zeit als Währung, anstatt mit barer Münze. Das ist vollkommen in Ordnung und hat nichts damit zu tun, dass man mit Geld Erfolg kaufen könnte.

gwent-closed-beta-test-018-kartenfass-4-karten-legendaer

Die ersten 4 Karten eines Kartenpacks in Gwent sind komplett zufällig. Hier wartet eine legendäre Monsterkarte darauf, enthüllt zu werden.

Wer sich zumindest ein gescheites Deck zusammenstellen möchte, bekommt es spätestens nach einem Monat und vielleicht 20 bis 40 Minuten täglichem Spielens locker zusammen. Man erhält pro Tag nach bereits 6 Runden nämlich in jedem Fall ein Kartenpack mit mindestens einer seltenen Karte, die bei der man auch noch aus dreien wählen kann.

gwent-closed-beta-test-017-kartenfass-3-seltene-karten-auswahl

Die 5. Karte eines Kartenfässchens kann aus 3 Karten in Gwent gewählt werden. Alle drei sin mindestens selten.

Zusätzlich sorgen die Scraps durch ein von Gegnern gewünschtes „gutes Spiel“ und die gemahlenen, doppelten Karten dafür, dass man sich alle 2 bis 4 Tage eine epische Karte herstellen kann. Das langt vollkommen, um sich in adäquater Zeit gute Gwent-Decks zusammenstellen zu können. Immerhin ist der Prozess des Levelns und mit nicht optimalen Decks Zurechtkommens auch Teil einer positiven Spielerfahrung für viele Spieler, die die Herausforderung lieben.

Und man darf eines nicht vergessen: So sehr die Gwent-Entwickler auch mit Leidenschaft bei der Umsetzung von Gwent dabei sind, das Spiel muss auch finanziert werden. Das geht nicht ohne den Verkauf von Kartenpacks im Shop für bares Geld.

So viel kosten die Gwent-Katenpacks im Shop

Je mehr Kartenfässchen man in Gwent kauft, umso günstiger ist der Preis umgerechnet pro Kartenpack.

gwent-closed-beta-test-016-shop-kartenfaesser
Anzahl an Kartenpacks Packungspreis Preis p. Pack
2x Gwent Kartenfässer 2,69 € 1,35 €
7x Gwent Kartenfässer 8,99 € 1,28 €
15x Gwent Kartenfässer 17,99 € 1,20 €
40x Gwent Kartenfässer 44,99 € 1,12 €
60x Gwent Kartenfässer 62,99 € 1,04 €

Tipps und Tricks für Gwent Anfänger

Wir haben dir hier mal ein paar Tipps und Informationen aufgelistet, die dir als Anfänger in der Gwent Beta und später auch größtenteils in der Release-Version von Gwent weiterhelfen.

Gwent Tipp 1Gwent Tipp 2Gwent Tipp 3Gwent Tipp 4Gwent Tipp 5Gwent Tipp 6Gwent Tipp 7Gwent Tipp 8Gwent Tipp 9Gwent Tipp 10Gwent Tipp 11Gwent Tipp 12Gwent Tipp 13Gwent Tipp 14Gwent Tipp 15

Du Spielst die Gwent Beta? Sei auf den Wipe vorbereitet

Beim Übergang von Closed Beta zu Open Beta wird es eine komplette Zurücksetzung aller Kartensammlungen geben (sog. Wipe).

Mit Echtgeld gekaufte Kartenfässer (das sind quasi Kartenpackungen in Gwent) werden jedoch mit dem Wipe wieder zurückgesetzt und können danach erneut geöffnet werden.

gwent-closed-beta-test-021-kartenfass-zerbricht

Mit Erz (Ingamewährung) in Gwent gekaufte Kartenfässer sind dann jedoch verloren. Allerdings lohnt es sich trotzdem zu spielen: je höher der Rang ist, den man im Ranglistenmodus von Gwent erreicht, und je höher das eigene Level ist, desto mehr Kartenfässer bekommt man zum Start der Open Beta von Gwent.

Der Ranglistenmodus ist ab Level 10 erreichbar, Level erreicht man einfach durch das simple Spielen von Gwent.

Lernen wird in Gwent belohnt

Spiele das komplette Tutorial durch. Das hat nicht nur den Grund, dass man das Spiel dann besser versteht, sondern gibt auch noch kostenlose Kartenfässer mit Gwent Karten!

gwent-closed-beta-test-019-shop-oger-kartenfass

Dieser nette Geselle öffnet bereitwillig die Kartenfässer.

Es ist nicht alles selten Was glänzt in Gwent

Karten können in Gwent Gold, Silber und Bronze sein. Das hat nichts mit der Seltenheit zu tun, sondern mehr damit, dass man nur maximal 4 goldene Karten und 6 silberne Karten in einem Deck haben kann.

Eine sehr wichtige Sache, die ich am Anfang ebenfalls nicht verstand: goldene und silberne Karten können maximal einmal pro Exemplar im Deck sein. Hätte ich dies gewusst, hätte ich mir nicht zweimal eine silberne Karte hergestellt, um sie in einem Deck zu benutzen.

Die Karten im Gwent Deck: Manchmal ist weniger mehr!

Ein Deck muss mindestens 25 Karten haben. Eine maximale Anzahl existiert nicht. Versuche trotzdem einzurichten, dass Dein Deck auch nur 25 Karten hat.

Je geringer die Anzahl der Karten im Deck, desto höher die Chance, dass Du genau die Karten ziehst, die Du auch brauchst.

Die seltensten Gwent-Karten sind animiert

gwent-closed-beta-test-022-seltenheitsmarkierung-legendaer

Diese Gwent Karte ist legendär.

Karten sind auch in Seltenheit aufgeteilt. Die bestimmt, wie teuer es ist diese Karten herzustellen und wie selten man diese in Kartenfässern findet.

Es gibt gewöhnliche, seltene, epische und legendäre Karten. Sie sind durch ein kleines Quadrat in der rechten unteren Kartenecke in der jeweiligen Farbe gekennzeichnet.

Noch seltener sind übrigens Premiumkarten. Das sind ganz normale Karten, die jedoch animiert sind.

Epische Karten sin der Preis-Leistungs-King in Gwent

Wenn man sich fragt, wofür man Rüstungsteile (Scraps) in Gwent am besten nutzen sollte: epische Karten. Sie kosten nur 200 Scraps pro Karte, können aber sehr mächtig sein (insbesondere weil man nur eine silberne oder goldene Karte in sein Deck integrieren kann).

Legendäre Karten kosten das Vierfache und sind meistens situationsabhängiger.

Das Kartenfass macht Spaß

Öffnet man ein Kartenfass, so befinden sich darin 5 neue Karten. Die 5. Karte ist mindestens seltener Qualität und man kann aus 3 möglichen Karten frei wählen.

Hier einfach darauf achten, ob man die Karte schon in der Kartensammlung hat. Auch hier ist wichtig: Bronzekarten kann man maximal dreimal im Deck haben, Silber und Goldkarten nur einmal.

Was haben Gwent und Poker gemeinsam? Wer besser blufft ist klar im Vorteil!

Bei Gwent gewinnt nicht zwingend derjenige, der die besseren Karten hat, sondern wer besser blufft. Beispiel: der Gegner hat 50 Punkte auf dem Feld, Du 20 Punkte.

Auf Deiner Hand befindet sich eine Karte, die Dir 25 Punkte verleihen würde (zum Beispiel weil sie 10 Punkte verleiht und von gegnerischen Einheiten 15 abzieht).

Ist der Gegner in einer Runde sehr viel stärker, ist es in Gwent oftmals gut zu passen.

Wenn Du jetzt eine Einheit mit nur 6 stärke spielst, sodass Du 26 Punkte hast, wird der Gegner in fast jedem Fall passen, da er nicht davon ausgeht, dass Du mit einer Karte ihn noch überbietest, schließlich gibt es nur wenige Karten, die 25 Punkte verleihen.

Wenn Du das machst, hast Du ohne großen Kartennachteil eine Runde gewonnen. Genauso kannst Du natürlich bluffen und den Gegner glauben lassen, dass Du eine solche Karte auf der Hand hast. Solche taktischen Spielchen entscheiden häufig das Spiel.

Lass den Gegen ruhig mal eine Runde Gwent gewinnen!

Es ist nicht schlimm eine Runde zu verlieren. Hier sollte man dann einfach schauen, ob man Schadensbegrenzung betreiben kann, zum Beispiel indem man den Gegner mehr Karten legen lässt, obwohl er die Runde ohnehin schon quasi gewonnen hat.

Dann gilt es sämtliche Anstrengungen in die anderen Runden Gwent zu stecken.

Das bringen die Siege in Gwent an Karten pro Tag

Wer extrem effizient Gwent spielen möchte, der spielt am Tag so lange, bis er 18 Runden gewonnen hat (entspricht 9 gewonnenen Spielen).

Der Grund ist folgender: jeden Tag werden tägliche Belohnungen zurückgesetzt. Gewinnt man 6 Runden, erhält man 100 Erz als tägliche Belohnung, womit man sich ein Kartenfass mit 5 Gwent Karten kaufen kann.

gwent-closed-beta-test-019-shop-oger-kartenfass

Danach muss man 12 Runden gewinnen, um die nächste tägliche Belohnung, 75 Erz, zu erhalten. Ab diesem Punkt wird es ineffizient zu spielen, da man dann schon deutlich mehr Runden gewinnen muss (24) um die nächste Belohnung, die dann auch nur noch 50 Erz beträgt, zu erhalten.

Spielt man die 18 Runden (und meistens geht das schneller als 9 Spiele, da man eben nur Runden sammeln muss), hat man also seine 2 Kartenfässer erspielt (man bekommt auch zwischendurch immer mal wieder vom Gegner Erz). Wer ganz wenig Zeit hat, gewinnt 6 Runden am Tag (3 Siege) und hat damit immerhin 1 Fass pro Tag.

Stufe für Stufe Belohnungen in Gwent einheimsen

Während man Gwent spielt, levelt man auch auf. Das ist unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert. Mit jedem Level gibt es verschiedene Belohnungen in Form von Karten, Erz und Scraps.

Unter den Karten sind teilweise wichtige und wertvolle legendäre Karten, zum Beispiel Ciri mit Level 18 und Finte mit Level 20.

Monster: Die perfekte Fraktion für Gwent Anfänger

gwent-closed-beta-test-025-monster-fraktion

Monster: Die perfekte Anfänger-Fraktion in Gwent

Die Monsterfraktion dürfte zu den leichter zu spielenden Fraktionen in Gwent gehören. Allerdings handelt es sich dabei auch um die Fraktion, die im späteren Spielverlauf schwächer ist gegen andere Spieler.

Insbesondere der Einsatz von Wetterkarten bei Monstern hat sich für Anfänger bewährt. Haben Gegner darauf keine Antwort, hat man fast immer mit dem richtigen Einsatz dieser Wetterkarten das Spiel gewonnen.

Rechts geht noch was!

Es gibt Spieler, die wissen das nicht: bei der Kartenauswahl zum Anfang des Spiels, kann man nach rechts scrollen und alle einzelnen Karten austauschen.

Bis zu 3 Karten darf man austauschen, muss es aber nicht. Man kann auch die Auswahl komplett annehmen.

Es lauern Monster im Nebel

Passe Dein Spiel an deine Karten an. Beispiel: Monster spielen häufig mit Nebelkarten und Neblingen. Das sind Kreaturen, die aus Deinem Deck, Deiner Hand und dem Friedhof aufs Spielfeld kommen, sobald ein Nebel auf dem Schlachtfeld erscheint.

gwent-closed-beta-test-023-nebellinge-fernkampf-reihe

Nebellinge im Nebel der Fernkampfreihe.

Insofern ist es also sinnvoll, bereits in der 1. Runde einen Nebel auszuspielen. Macht man das nämlich nicht, besteht die Gefahr, in der 2. Runde, wenn man Karten nachzieht, diese Neblinge zu ziehen. Damit hat man eine tote Karte gezogen, denn diese Karte wird ja ohnehin aus dem Deck beim ersten Nebel aufs Schlachtfeld geworfen.

Spielt man ein Nebel in der ersten Runde, dann können diese toten Karten in der zweiten Runde gar nicht gezogen werden. So „siebt“ man sein Deck aus.

Chhancenlos in Gwent?

Wenn Du in Gwent keine Chance hast, weil Du irgendwie nur stärkere Gegner triffst, konzentriere ich am Anfang darauf zumindest die 1. Runde krampfhaft zu gewinnen. So sammelst Du immerhin Runden und gelangst so an Dein Erz, um dir neue Karten zu kaufen.

Gwent gibt es übrigens auch als echtes Kartenspiel – falls du lieber mit deinen Freunden am Tisch eine Runde Karten kloppen möchtest 🙂

Fazit des Gwent Beta-Tests

gs-king-smiley-green-crownGwent ist nicht nur für Liebhaber der Witcher-Reihe rund um Hexer Gerald ein MUSS. Auch Spieler, die Sammelkartenspiele allgemein lieben und denen etwas zu viel Zufall in Hearthstone steckt, finden in Gwent sicher eine tolle Alternative – mit mehr strategischem und taktischen Tiefgang.

Die Basics in Gwent sind leicht verständlich und schnell zu lernen. Man bekommt – wenn man will komplett kostenlos – ein tolles, motivierendes und stimmiges Sammelkartenspiel. Auch wenn sich Gwent noch im Beta-Stadium befindet, so ist die Entwicklung schon recht weit fortgeschritten.

Gwent ist kurzweilig, nach den ersten 10 Spielstunden sehr motivierend und das perfekte Spiel für zwischendurch oder für einen ganzen Abend. Wir lieben Gwent jetzt schon und sind uns sicher: das kostenlos spielbare Werk der Witcher-Macher wird ein waschechter Preis-Leistungs-King.



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*